Ausbau der Kapazität über Uni@home und neuer Studentenserver
erschienen Juli 1999
in: Augsburg
Verlag: Selbstverlag
ISSN 1435-1684
Im August ist es vermutlich so weit, die lang erwarteten Neuerungen für
den Modem-/ISDN-Zugang zum Datennetz der Universität nehmen ihren Lauf.
Eigentlich könnte der Austausch der Zugangshardware im Stillen
stattfinden, würde nicht gleichzeitig ein neuer "Studentenserver" den
inzwischen völlig veralteten und überlasteten Server (rzibm01)
ablösen. Die Nutzer des Online-Zugangs müssen sich also auf ein paar
kleinere Änderungen einstellen. Der Artikel verrät, was für die
Anwender zu tun ist.
Lange hat es gedauert, aber was lange dauert wird (hoffentlich) endlich gut. Im
vergangenen Jahr hat die Universität Augsburg, wie viele andere
Universitäten auch, mit der Deutschen Telekom einen Vertrag über die
kostenlose Bereitstellung von Einwählzugängen zum Datennetz der
Hochschule abgeschlossen.
Technisches
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| Foto: Was mag sich wohl in der schönen Holzkiste verbergen?
Vielleicht der neue Modemserver Ascend Max TNT?
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Die erste, jetzt anstehende Ausbaustufe sieht vor, die Anzahl der gleichzeitig
möglichen Verbindungen (analog und ISDN) von bisher 60 auf 120 zu
erhöhen. Von diesen 120 Leitungen können maximal 96 gleichzeitig
für den Zugang über analoge Modems genutzt werden. Bisher waren
maximal 30 gleichzeitige analoge Verbindungen möglich, was in der Praxis
leider zu dauerhaft belegten Rufnummern geführt hat. Außerdem wird
das neue Gerät die seit langem ersehnten und zum Teil heftig geforderten
56k-Verbindungen für analoge Verbindungen unterstützen.
Was wird geändert?
Genau betrachtet untergliedert sich der Modem-/ISDN-Zugang in zwei Teile. Der
physikalische Zugang erfolgt über die oben beschriebene Hardware. Die
Zugangskontrolle wird mittels eines Rechnersystems realisiert, dem die
autorisierten Benutzer über Login und Paßwort bekannt sind. Bisher
wurde dies über eine lokale Benutzerverwaltung auf Unixbasis realisiert.
Gleichzeitig dient das Rechnersystem als eigenständiger Mail- und
WWW-Server für studentische User (popmail.Student.Uni-Augsburg.DE bzw.
www.Student.Uni-Augsburg.DE). Die alte Serverhardware mitsamt ihrer lokalen
Benutzerverwaltung soll ab August/September der Vergangenheit angehören.
Das neue Rechnersystem ist ein Server vom Typ IBM RS/6000 F-50, das in der
aktuellen Konfiguration mit zwei PowerPC 604e Prozessoren (332MHz), 256 MB
Hauptspeicher und 18 GB Plattenkapazität (SSA) ausgestattet ist. Zum
Vergleich: Neben einer deutlich geringeren Prozessorleistung standen bisher
gerade mal 2 GB Plattenkapazität für Benutzerdaten zur
Verfügung.
Einbettung in DCE/DFS
Im Zuge der Umstellung wird der neue Rechner in die DCE-Zelle der
Universität integriert (vgl. dazu den Artikel in connect 1/1999). Dies
bedeutet auf der einen Seite, daß dadurch alle im "Distributed Computing
Environment" (DCE) eingetragenen Benutzer den Modemzugang nutzen können,
und zwar ohne eine neue Kennung beantragen zu müssen. Auf der anderen
Seite müssen in der Umstellungsphase alle Nutzer des Online-Zugangs
mitsamt Ihren Daten auf das neue System, sprich also ins DCE/DFS
übertragen werden. Da es sich dabei um immerhin knapp 10.000 Kennungen
handelt, ist wohl mit ein bis zwei Tagen Betriebsunterbrechung im Betrieb des
Modem- und Mailservers zu rechnen.
Für diejenigen, die bereits eine DCE-Benutzerkennung besitzen, bedeutet
dieUmstellung lediglich ein Auslaufen der separaten Modemkennung, da diese bei
der Umstellung (hoffentlich) nicht übertragen wird. Die Autorisierung beim
Online-Zugang erfolgt ab dann über die DCE-Benutzerkennung.
Benutzerpflichten
Damit die Umstellung reibungslos über die Bühne gehen kann, ist es
notwendig, daß die Nutzer von Modemzugang bzw. studentischer E-Mail bis
zum 31. Juli ´99 (einschließlich) ihr Kennwort für die E-Mail bzw.
den Online-Zugang ändern. Im gleichen Atemzug wird dann im Hintergrund ein
DCE-Zugang mit identischem Paßwort vorbereitet, der dann ab der
Umstellung für die Autorisierung genutzt wird. Die Änderung des
Paßworts kann entweder über einen entsprechenden Menüpunkt in
Eudora, direkt per telnet oder aber über eine einfach zu bedienende
Web-Schnittstelle erfolgen. Letztere ist unter der URL
http://www.student.uni-augsburg.de/cgi-bin/chpasswd zu finden.
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