Computerviren fälschen häufig ihren Absender.
Hierzu durchsuchen sie auf dem infizierten Computer die Adressbücher und
Mail-Boxen der Benutzer.
Der Virus verschickt dann an die gefundenen Mail-Adressen infizierte E-Mails.
Um den Empfänger zu täuschen, verwendet er häufig als Absender andere
Adressen aus diesem Fundus.
Weil der Virus die Auswahl automatisch vornimmt und viele Menschen
mehrer Mail-Adressen besitzen, kann es vorkommen, daß man sich plötzlich
selbst eine infizierte E-Mail zuschickt!
Besonders perfide sind Computerviren, die als Absender eine offizielle
Mail-Adresse verwenden, etwa vom Postmaster oder Administrator des eigenen
Providers, von einem bekannten Hersteller von Antiviren-Software oder
von Microsoft selbst. Keiner der genannten würde Ihnen unaufgefordert Tools
zum Update Ihres Computers oder zur Beseitigung einer Virengefahr
zuschicken.
Das stört keinen Virus. Sie fälschen für gewöhnlich den Absender wie den
Betreff einer Nachricht.
Hauptsache der Empfänger öffnet die E-Mail. Ein schlecht konfiguriertes
Mail-Programm, das sämtliche Anhänge sogleich ausführt, sorgt für den
Rest.
Umgekehrt entsteht ein Problem daraus: Ich öffne nur E-Mails von bekannten
Absendern, da kann mir nichts passieren.
Auf diesen Irrglaube gründet gerade das Verfahren von Computerviren, ihren
Absender zu fälschen.