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Mail-Verkehr, Computerviren und Spam: Antworten


  1. Greylisting

    1. Gibt es irgendwelche Ausnahmen beim Greylisting?

      Ja, es gibt eine Liste mit Mail-Domänen, die vom Greylisting freigeschaltet sind. Sie wird automatisch erzeugt, wenn von einer Domäne viele E-Mails an die Universität Augsburg ordentlich zugestellt werden. Hier finden sich große Provider wie GMX, Hotmail oder Yahoo wieder, mit denen erfahrungsgemäß ein starker Mail-Verkehr besteht. Typischerweise gehören in diese Liste auch andere Universitäten, Behörden und große Unternehmen.

    2. Kann ich das Greylisting umgehen?

      Es gibt zwei Wege das Greylisting zu überlisten. Jedesmal, wenn eine E-Mail die Universität Augsburg verläßt, merkt sich das Mail-Gateway das Paar aus Absender- und Empfängeradresse, so daß die Antwort vom Empfänger zurück an den Absender das Mail-Gateway ungehindert passieren kann.
      Auf diese Weise können Sie vorauseilend, ihrem potentiellen Mail-Kontakt eine E-Mail schicken, um sicher zu gehen, daß seine nächste E-Mail Sie unverzüglich erreicht.
      Jemand außerhalb der Universität Augsburg kann versuchen das Verhalten eines Mail-Servers zu imitieren, indem er seine E-Mail einfach zweimal hintereinander versendet. Erfolgt aber der zweite Versuch zu bald nach dem ersten Absenden, klappt der Trick nicht, weil man sich dann wie ein Spam-Verteiler verhält.

    3. Werden alle unerwünschten Werbemails aufgehalten?

      Es gibt kein Verfahren, daß den gesamten Spam auszusortieren vermag. Das vorgestellte Greylisting ist nur eine erste Maßnahme gegen Spam, die den Angehörigen der Universität Augsburg das Arbeiten erleichtern soll. Wie Sie selber mit Ihrem Mail-Programm Spam filtern können, zeigt Ihnen ein Artikel in unserer RZ-Zeitschrift connect.

    4. Welche Vor- und Nachteile habe ich vom Greylisting?

      Sie werden morgens deutlich weniger Spam in Ihrer Mail-Box vorfinden als bisher. Während der Testphase im Rechenzentrum konnte die Flut unerwünschter Werbemails um 60% bis 90% reduziert werden. Änderungen an der Konfiguration Ihres Mail-Programms sind hierzu nicht notwendig. Sie müssen lediglich eine Verzögerung eines Teils ihrer - von außerhalb der Universität kommenden - E-Mails in Kauf nehmen.
      Wie groß diese Verzögerung im Einzelfall ist, läßt sich nicht sagen. Grundsätzlich ist Mail kein instantaner Dienst. Der Standard RFC 821 fordert lediglich, daß bei einem temporären Fehler der Sender eine erneute Zustellung unternimmt. Wann dies erfolgt, hängt von der eingesetzten Software bzw. deren Konfiguration ab.
      Das Greylisting hat noch einen erfreulichen Nebeneffekt. Es bildet einen zusätzlichen Virenschutz, da Computerviren häufig auf dieselbe Art versendet werden wie Spam. Das hilft die Zeit zwischen dem ersten Auftreten eines neuen Virus' und dem Bereitstellen der entsprechenden Virensignatur zu überbrücken.

    5. Was muß ich tun, wenn ich feststelle, daß mich eine E-Mail nicht erreicht hat?

      Sie können sich hierüber nur dann wirklich sicher sein, wenn die E-Mail mit einer entsprechenden Fehlermeldung wieder an den Absender zurückgegangen ist. In diesem Fall schreiben Sie bitte eine E-Mail an das Rechenzentrum mit der genauen Absender- und Empfängeradresse der E-Mail und dem Datum zu dem sie ursprünglich abgeschickt wurde.