Rthreads - Remote Threads
Ein vielfädiges DSM System für heterogene Workstation Cluster
von Bernd Dreier und Markus Zahn

Überblick

Distributed-Shared-Memory-Systeme bieten sicher die attraktivsten Konzepte beim Entwurf paralleler Anwendungen für Parallelrechnersysteme ohne gemeinsamen Hauptspeicher. Auch lokal vernetzte Rechnerverbunde fallen aufgrund der nach wie vor stark ansteigenden Leistungsfähigkeit von Computer-Netzwerken in diese Kategorie.

Der "Kaufpreis" für Software-Distributed-Shared-Memory-Systeme ist im wesentlichen durch den erhöhten Kommunikationsbedarf der parallelen Anwendung und die daraus resultierenden Leistungseinbußen bestimmt. Das eigenentwickelte Software-DSM-System Rthreads zeigt, wie sich diese Problemstellungen durch eine für DSM-Systeme bisher einzigartige Methode, die konsequente Strukturierung der Daten im Distributed-Shared-Memory in Verbindung mit darauf abgestimmten Konsistenzmechanismen, umgehen lassen.

Der Begriff des Distributed-Shared-Memory (DSM) wurde 1989 von Li und Hudak eingeführt. Den Prozessoren eines Multiprozessors mit verteiltem Speicher wird dabei der Zugriff auf einen (physikalisch nicht als solcher vorhandenen) logisch gemeinsamen Speicher ermöglicht. Seither wurden bereits etliche DSM-Systeme entwickelt. Rthreads zeichnen sich unter diesen vor allem durch folgende Eigenschaften aus:


Neuere Veröffentlichungen zu Rthreads

Abgeschlossene Diplomarbeiten


Allgemeine Verweise auf Informationen zu Distributed-Shared-Memory


Markus Zahn, Bernd Dreier, Mai 1999